Veränderung und Herausforderung an die Bildung

Artikelbild WiSo Wirschaftskunde

Wirtschafts- und Sozialkunde

Hier ist noch eine weitere Mitschrift meiner Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, aus dem Bereich Wirtschafts und Sozialkunde, ich hoffe allen denjenigen, die sich derzeit in der Ausbildung befinden hilft dies einwenig weiter.

Thema: Herausforderung an die Ausbildung in den Bereichen: Globale Entwicklung, demographische Entwicklung, Entwicklung des Bildungsstandes Deutschland, Meinung und Einstellung von Jugendlichen zur eigenen beruflichen Zukunft, Reaktion der Regierung auf die Herausforderungen im Bildungsbereich, Berufsbildung ist der Schlüssel zur Zukunft unseres Landes.

Aufgabe 1

Die Berufsbildung muss sich derzeit zahlreichen Herausforderungen stellen.
Erläutern Sie, um welche zentralen Herausforderungen es sich hierbei handelt. Fertigen Sie für Ihre Arbeit eine Tabelle nach dem Muster auf Seite 4 des Materials an.

Herausforderungen Zusammenfassung der Aussagen der Materialien (Hierbei fand eine Selektion aus Informationen des Materials und des Internets statt.)
1.)
Die globale Herausforderung
  • Modernisierung der der Berufsbilder
  • Entwicklung neuer Berufsbilder
  • Vermittlung von:
  • Eigeninitiative, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, Kooperations-fähigkeit, Kreativität, Problem lösendes & vernetztes Denken
  • Erhöhung der Qualifizierungen
  • Entwicklung neuer Weiterbildungsmaßnahmen
2.)
Die demographische Entwicklung
  • 0-19 Jahre Bevölkerungsanteil fällt von 24% auf 18%
  • 20-65 Jahre Bevölkerungsanteil fällt von 61% auf 53%
  • ab 65 Jahre Bevölkerungsanteil Anstieg von 16% auf 28%
  • oben stehend in einem Zeitraum von 2000–2050
  • Erwerbsbevölkerung älter 50 Jahre im Jahr 2020 über 1/3, im Jahr 2002 waren es 22%
  • Anteil 30–39 Jahre sinkt von derzeit 30% auf 23%
  • Bedeutung für Schulen:
  • Rate nicht-berufsbildungsfähiger unter den lern-schwachen Schülern, derzeit 20%-25% muss drastisch gesenkt werden
  • alle Begabungspotenziale sind auszuschöpfen
  • langfristige Vorausschätzung der Lehrstellen-Nachfrage(2001):
  • auf Ausbildungsmarkt weiter regionale Unterschiede
  • Bewerberzahl in Ost seit 2005 dramatischer Rückgang
  • Bewerberzahl in West bis 2008 steigt (nicht genügend Ausbildungsplätze in West)
  • Maßnahmen:
  • Ausbildungschancen für Jugendliche dürfen sich nicht verschlechtern
  • bis 2008 müssen bis zu 45.000 Ausbildungsplätze zusätzlich geschaffen werden
  • Probleme schwache Konjunktur:
  • Schwelle für größere Ausbildungszahl liegt bei 2%
  • Darum müssen alle begonnenen Aktivitäten der Politik & Verbände fortgesetzt werden & zugleich Übergangsmaßnahmen entwickeln, um Jugendliche in Berufsausbildung zu bringen.
3.)Die Entwicklung des Bildungsstandes Deutschland
  • Jahr 2002 Anzahl der Jungen in BRD Sekundar-Stufe II zw.
    60%-69% im Ländervergleich Platz 10
  • Jahr 2002 Anzahl der Mädchen in BRD Sekundar-Stufe II
    zw. 50%-59% im Ländervergleich Platz 10
  • 1998-2002 ist ein Rückgang zu verzeichnen
  • bis 2007 wird sich dies wahrscheinlich fortgesetzt haben (Vermutung)
  • Bewerber auf Ausbildungsplätze:
  • 4% ohne Hauptschulabschluss
  • 12% mit Abschluss an einer Hochschule
  • 33% mit einem Hauptschulabschluss
  • 51% mit einem Realschulabschluss
  • Zahl der Abgänger ohne Schulabschluss ist von rund 23% auf 54% angestiegen
  • 8% der Bewerber auf einen Ausbildungsplatz sind Ausländer
4.)Meinung und Einstellung von Jugendlichen zur eigenen beruflichen Zukunft
  • 42% von 14-20 Jahren sehen Zukunft skeptisch (10% sogar pessimistisch)
  • 39% haben Angst keinen Ausbildungsplatz zu bekommen
  • 34% haben Angst arbeitslos zu werden
  • Pessimismus am stärksten bei Hauptschülern 2/3 mit negativen Gefühlen, sehen sich als Verlierer
  • ½ der Realschüler sieht Zukunft skeptisch
  • 4/5 aller Jugendlichen sehen Benachteiligung von Hauptschülern bei Suche nach Ausbildungsplatz

Aufgabe 2

Machen Sie anhand der Neuerungen des Berufsbildungsgesetzes sowie der Neuordnungen der Berufsbilder deutlich, wie die Bundesregierung auf die vorhandenen Herausforderungen reagiert.

(Für die Lösung dieser Aufgabe wurde Bezug auf die vier Herausforderungen von Aufgabe 1 genommen.)

Reaktion auf die globale Entwicklung:

  • BBiG:
  • Teile der Ausbildung können im Ausland durchgeführt werden.
  • Förderung schon in der Ausbildung von globaler Kommunikation & globaler Zusammenarbeit
  • Erprobung neuer Ausbildungsformen und -berufe wird erleichtert.
  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit im Ausbildungssystem, um international wettbewerbsfähige Mitarbeiter zu bekommen
  • Neuordnung Berufsbilder:
  • Servicekraft für Dialogmarketing
  • Kaufmann für Kommunikationswirtschaft
  • Fachangestellter für Markt- und Sozialforschung
  • Dies sind alles Berufsbilder, welche allein von der Bezeichnung her darstellen, dass dies Berufe sind die mit der globalen Kommunikation von Betrieben und globaler Wettbewerbsfähigkeit zusammenhängen.
  • Es entstehen neue Berufsanforderungen durch den internationalen Wettbewerb.

Reaktion auf die demographische Entwicklung:

  • BBiG:
  • Absolventen vollzeitschulischer und sonstiger Berufsbildungsgänge können zur Kammerabschlussprüfung zugelassen werden.
  • Damit fördert die Regierung,, dass Berufsanfänger auch eine z.B. vollzeitschulische Ausbildung absolvieren, falls diese auf Grund des Schulabschlusses keinen Ausbildungsplatz bekommen.
  • Vor Beginn einer Ausbildung erworbene Teilqualifikationen können auf eine sich anschließende betriebliche Ausbildung angerechnet werden.
  • Förderung damit lernschwache Schüler, die durch ihre schulische Qualifikation als nicht-berufsbildungsfähig gelten, auch Erfolge haben durch erworbene Teilqualifikationen ihre Chance auf Berufsbildungsfähigkeit zu erhöhen.
  • Dies kann auch als Übergangsmaßnahme gewertet werden, welche dazu dient Unterstützung zu bieten, damit zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.
  • Neuordnung Berufsbilder:
  • Fachkraft Agrarservice
  • Pflegekraft für ambulante Dienste
  • Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
  • Fachkräfte sind Berufsbilder, die dafür Sorge tragen, dass angehende Auszubildende mit geringer Schulbildung nicht mehr in den Status „nicht-berufsfähig“ fallen.
  • Daraus folgt eine automatische Senkung der „nicht-berufsfähigen“ Schulabsolventen mit lernschwachen Leistungen.

Reaktion auf die Entwicklung des Bildungsstandes Deutschland

  • Neuordnung Berufsbilder:
  • Fachkraft Agrarservice
  • Pflegekraft für ambulante Dienste
  • Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
  • Anhand der Beispiele für neue Berufsbilder bei Fachkräften wird deutlich, dass häufig zu jedem Facharbeiter- oder Kaufmannsberuf auch eine Fachkraftausbildung für weniger qualifizierte Berufsanfänger ins Leben gerufen wird, damit die Chancen weniger qualifizierter Schulabgänger auf einen Ausbildungsplatz erhöht wird und somit auch Jugendliche mit Hauptschulabschluss eine Chance bekommen in das Berufsleben problemlos einzusteigen.
  • Somit wird die Möglichkeit geschaffen, dass jeder die Chance hat auf einen qualifizierten Berufsabschluss. => Versuch „Qualität aus Deutschland“ wieder salonfähig zu machen. (Denn Qualität kommt von qualifiziert und ein qualifizierter Arbeiter liefert Qualität.)

Reaktion auf Meinungen und Einstellungen von Jugendlichen zur eigenen beruflichen Zukunft

  • BBiG:
  • Vor Beginn einer Ausbildung erworbener Teilqualifikationen können auf eine sich anschließende betriebliche Ausbildung angerechnet werden.
  • Damit soll ein Ansporn geschaffen werden, dass Schüler die Chance auf Teilqualifikationen nutzen um deren eigen Einstieg ins Ausbildungsleben zu erleichtern bzw. zu sichern.
  • Daten aus dem Verzeichnis der Berufsbildungsverhältnisse können an die Bundesagentur für Arbeit weitergegeben werden, um die Ausbildungsvermittlung zu verbessern.
  • Verbesserung der Ausbildungsvermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit
  • Weiterhin wird deutlich, dass die Bundesregierung darum bemüht ist den Schülern mit geringerer Schulbildung Einstiegshilfen zu leisten in der Arbeitswelt Fuß zu fassen und sie versucht mit diesen Neuerungen dem allgemeinen Trend entgegen zu steuern, nur hochqualifizierte Schulabsolventen in die Ausbildung zu nehmen.
  • Neuordnung Berufsbilder:
  • Fachkraft für Hafenlogistik ist ein neues Berufsbild von vielen mit dem Titel „Fachkraft oder Pflegekraft“, welche ins Leben gerufen wurden damit Unternehmen einen Anreiz bekommen auch weniger qualifizierte Schulabsolventen in einem geringer qualifizierten Beruf auszubilden, um diese dann in einer Stelle zu beschäftigen, welche eine geringere Qualifikation erfordert.
  • Vermutung: Damit wird versucht auch den Schulabgängern Mut zu manchen sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. Weil dies speziell auf Schulabschlüsse geschneiderte Berufsbilder sind, welche ein Unternehmen quasi dazu zwingen, wenn sie in diesem Beruf ausbilden wollen, einen Abgänger mit geringerer schulischer Qualifikation auszubilden. Da ein Abiturient sicher selten sich um eine Ausbildung als „Fachkraft“ bewerben wird.

Aufgabe 3

Bewertung der Aussage: Die Berufsbildung ist der Schlüssel zur Zukunft unseres Landes

Betrachtet man alleine nur die globale Entwicklung wird deutlich das eine Nation nur Wettbewerbsfähig sein kann, wenn gut qualifizierte Arbeitnehmer ausgebildet werden, bzw. lernschwache Mitbürger unterstützt werden im Erreichen eines qualifizierten Berufsabschlusses.

  • Denn Qualität kann nur der liefern, wer auch das qualifiziertes Wissen hat. Deutschland baut ja auf den Ruf „Made in Germany“. Also muss dafür gesorgt werden, dass der Qualitätsstandard auch erhalten bleibt und das im internationalem Wettbewerb.

Des weiteren schützt eine gute Berufsbildung zu einem gewissen Prozentsatz auch vor Arbeitslosigkeit im Verhältnis zu den Chancen auf Arbeit für einen Ungelernten.

  • Sichere Angestellte haben ein anderes Konsumverhalten, wie Arbeitnehmer auf einem unsicheren Posten. Dieses, sagen wir, gesunde Konsumverhalten eines Arbeiters auf einem relativ sicheren Arbeitsplatz, sorgt für eine stabilere Konjunktur. Eine stabile Konjunktur sorgt wiederum automatisch für sichere Arbeitsplätze.

Quellen:

  • http://www.bpd.de
  • diverse Internetseiten von Bildungs- und Wirtschaftsforschungsinstituten
  • Informationsinternetseiten der einzelnen IHK´s der Länder


Viel Spaß beim Bilden Euer Micha

Über Michael Bergler 687 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

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