Grundlagen der Mediengestaltung (Teil 4 Grundlagen für die Typografie)

Die Typografie ist das Entwickeln von gut lesbaren Schriftarten, welche in der Mediengestaltung für die Kommunikation von Autor und Leser unabdingbar ist. Denn nichts ist schlechter wie eine unleserliche Schrift.

Wie in der Einleitung des Artikels bereits angemerkt, verbessert eine gute Typografie das Lesen. Es gestaltet dieses sozusagen angenehmer. Je angenehmer die Schrift, desto besser und einfacher ist auch das Verbreiten von Informationen. Denn je besser sich etwas lesen lässt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Informationstext auch bis zum Schluss durchgelesen wird.

Daher ist das entwickeln von gut lesbarer Schrift eine Kunst für sich und nimmt viel Zeit in Anspruch. Die Folge ist, dass die meisten Schriften einem Copyright unterliegen. Also sollte jeder der eine Schriftart einsetzt auch die Nutzungsrechte an dieser haben.

Hier mal ein paar Schriftarten zum Vergleich:

  • Arial: Das ist ein Text
  • Bauhaus 93: Das ist ein Text
  • Comic Sans MS: Das ist ein Text
  • Times New Roman: Das ist ein Text

Mediengestaltung Typografie Fachbezeichnungen

Bei den Serifenschriften ist noch zu beachten, das es hier auch unterschiedliche Serifen gibt.

Diese unterteilen sich in eine runde Serife, eine betonte Serife (Hauptstrich und Serife sind gleich dick) und die Haarstrichserife (Serife ist dünner als der Hauptstrich).

Wie überall im deutschen gibt es auch eine DIN 16518, nachzulesen auch auf Wikipedia. Hierbei werden die Schriften in Schriftgruppen festgelegt und davon gibt es insgesamt 11 Stück.

  1. Venezianische Renaissance-Antiqua
  2. Französische Renaissance-Antiqua
  3. Barock-Antiqua
  4. Klassizistische Antiqua
  5. Serifenbetone Linear-Antiqua
  6. Serifenlose Linear-Antiqua
  7. Antiqua-Varianten
  8. Schreibschriften
  9. Handschriftliche Antiqua
  10. Gebrochene Schriften
  11. Fremde Schriften

In der Typografie gibt es auch verschiedene Schriftgrößen, diese hängen von der jeweiligen Zielgruppe und auch von Einsatzmedium bzw. der Wirkung welche erreicht werden soll ab.

Schriftgrößen werden nach folgendem Muster unterschieden:

  • Konsultationsgrößen bis 8 Punkt, werden verwendet zum Beispiel bei Adressfeldern.
  • Lesegrößen liegen zwischen 8 Punkt und 12 Punkt
  • Die Schaugrößen haben bis 48 Punkt und kommen als Titel oder auf kleinen Plakaten bis DIN A4 zum Einsatz.
  • Zum Schluss mit über 48 Punkt gibt es noch die Plakat- und Displaygrößen.

Folgende Grundregeln sind in der Typografie zu beachten:

  • Alles was gleichwertig ist soll im typografischen sinn auch gleich gestaltet sein.
  • Zwei bis Drei Größenabstufungen sind völlig ausreichend.
  • Beim Mischen von Schriftschnitten soll sparsam umgegangen werden.
  • Schriftmischungen sollten kaum bis gar nicht benutzt werden, sollte es nicht anders gehen, dann nie mehr als zwei Schriftcharaktere verwenden.
  • Schriften müssen zueinander passen.
  • Der Zeilenabstand sollte um die 120% betragen.
  • Wenn farbige Schrift oder farbiger Hintergrund zum Einsatz kommt, dann auf Komplementärfarben zwischen der Schrift und dem Hintergrund verzichten.
  • Für Schriften die am PC zum Gebrauch kommen, keine dünnen Striche wegen der Auflösung verwenden.

Das war ein kleiner Exkurs in das Thema Typografie im Bereich Mediengestaltung.

Zur Einleitung

Zum 2. Teil

Zum 3. Teil

Zum 5. Teil

 

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Über Michael Bergler 683 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

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