Die verschiedenen Storage Hersteller und ihre Möglichkeiten

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Ich habe für Pure Storage gearbeitet, wo ich mit diesem Thema der verschiedenen Möglichkeiten eines Storage Systems immer wieder konfrontiert wurde. Daher habe ich dies mal analysiert und will euch in diesem Artikel verschiedene Praktiken zum Thema Storage präsentieren.

Jede Firma, welche sich ein neues Storage anschaffen will oder für das bestehende System neuen Support einkaufen muss. Muss sich immer wieder mit dem Thema Marktanalyse und was will ich auseinander setzen.

Was man auf alle Fälle vor der Marktanalyse machen muss, ist die Frage zu klären. In welchen Bereichen soll das Storage System eingesetzt werden? Wie hoch ist der Administrationsaufwand? Wie viel darf das System über einen Zeitraum X kosten? Welche Kosten hat ein System?

In welchen Bereichen soll das Storage System eingesetzt werden?

Storage kann unter anderem in folgenden Bereichen eingesetzt werden.

Als Fileserver

Fileserver sind mit einfachen Worten Rechner, die als Server genutzt werden, zum ablegen von Daten. Hierbei kann vom Server Administrator festgelegt werden, welche Arten von Dateien auf diesem Server liegen sollen. Wenn z.B. keine Installationsrutinen erlaubt sind, kann man das direkte Speichern von solchen verbieten oder aber eine Routine laufen lassen, z.B. jeden Abend, die alle diese Dateien löscht. Auch kann man einstellen, wo welcher Benutzer was speichern darf und welche Datenmengen. Oftmals ist zusätzlich eingestellt, welche Verzeichnisse ein Benutzer (umgangssprachlich User) sehen kann und auf welche er Zugriff zum Lesen hat oder wo er gar zusätzlich Schreibrechte erhält.

Als Datenbank Server

Im einfachen Worten ist ein Datenbankserver ein Programm oder Service, was zum verwalten von Daten und über verschiedene Analysen auch zum Auswerten dieser verwendet wird. Hierbei entsteht meist ein hohes Datenvolumen.

Als Server zum virtualisieren von Servern VI Virtual Server Infrastructure oder Arbeitsplätzen VDI Virtual Desktop Infrastructure (umgangssprachlich Desktops).

Wie hoch ist der Administrationsaufwand?

Ein Storage muss auf verschiedenste Art und Weisen verwaltet werden.

Als erstes gibt es da die Aufteilung, für wen wie viel Speicherplatz zu Verfügung gestellt wird, was bei einem Fileserver noch recht einfach ist. Sobald es aber um das Thema Virtualisieren geht, im Besonderen bei VDI (Virtual Desktop Infrastruktur) kann es schon kompliziert werden. Da hier der Administrator genau schauen muss, zumindest bei Standard Festplatten, wie schnell sind die Umdrehungen der einzelnen Platten und wie viel Speicherplatz hat die einzelne Platte. Denn wenn das nicht berücksichtigt wird, kann die Latenzzeit oder auch Performanz mal schnell nach unten gehen. Was die Anwender mit Sicherheit nicht erfreut und wieder für Anrufe in der Service Desk-Line sorgt. Hier gestaltet sich ein VDI Projekt schnell mal kompliziert, daher gehen mehr und mehr Firmen auf All Flash Arrays wie, HDS, Pure Storage, Xtreme IO, Netapp und andere. Oder aber es werden Hybridsysteme eingesetzt, um die Business relevanten Systeme auf Flash laufen zu lassen und die weniger wichtigen Programme (Applikationen) auf Standard Festplatten.

Weiterhin ist auch zu beachten, wie kompliziert die Administrationsoberfläche aufgebaut ist. Kann man alle Funktionen einfach über den Browser bedienen oder muss man sich mit Befehlen in der Kommandozeile beschäftigen. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Wenn die Administration schnell und auch mobil gehen muss, empfiehlt sich eher ein System mit einer modernen Oberfläche. Wenn es eher um Sicherheit geht, sollte man eher ein System verwenden, was den Zugriff von Außen blockiert.

Wie viel darf das System über einen Zeitraum X kosten?

Storage Systeme werden meist über 5 Jahre oder auch länger eingesetzt, bis man diese wieder gegen neuere Systeme austauscht. Hierbei hat jeder Hersteller unterschiedliche Lösungen und Kosten. Die einen verfolgen die Strategie, dass der Kunde immer wieder Service kauft und ggf aller paar Jahre neue Controller und dort werden die Services auch in verschiedenen Abständen recht teuer, besonders dann, wenn ein Modell ausgelaufen ist. Hier ist die erste Investition meist etwas geringer.

Andere Hersteller setzen auf eine Technologie, hier meist die Neuste. In diesem Fall ist der Startinvest zwar höher aber die Service Kosten bleiben meist gleich. Pure Storage garantiert sogar, das der Support nie teuer wird und dass man alle 3 Jahre die aktuellsten Controller kostenlos zum Austausch geliefert werden. In solchen Fällen muss man einen ROI über mehr als 6 Jahre berechnen, damit man genau sieht, was ist finanziell besser für die eigene Firma. Denn wenn man die Controller einrechnet, wird der Supportpreis wiederum günstiger.

Welche Kosten hat ein System?

Als Erstes steht natürlich de Anschaffungspreis.

Der zweite Punkt ist immer der Servicepreis.

Worin man auch immer einen Blick haben sollte, ist:

Wie hoch ist der Stromverbrauch, Wie hoch sind die Kühlungskosten, Wieviel Platz benötigte ich für das Storage. Allerdings sollte man diese Kosten auf die gesamte Laufzeit hoch rechnen, damit man einen akkuraten Vergleichswert hat und nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.

Diese Faktoren des ROI sollte allerdings jeder gute Account Manager liefern können.

Weitere Faktoren:

Weitere Faktoren für die richtige Entscheidung spielen unter anderem die eingesetzt oder geplante Backup Software. Denn nicht immer sind die mit gelieferten Snapshots geeignet um ein Backup zu machen, da dies so nicht mitgeliefert wird. Wer hier ein Backup der Applikation Snapshots braucht oder für VM’s und nicht 100 Lösungen für verschiedene Backups einsetzen will, sollte in die Commvault Lösung schauen. Eine Plattform für verschiedene Praktiken Modular aufgebaut, für das was man braucht. Auch das Thema Archiven oder Archivierung kann eine Rolle spielen, wenn man Platz auf teuren Systemen einsparen will.

Für Unternehmen, die grün Denken und auch leben, wird immer de-Duplikation und ggf. verwendete Rohstoffe eine Rolle haben. Bzw. wie werden die auszutauschenden Systeme Umwelt gerecht entsorgt oder aber wo kann in diese zum Entsorgen hinsenden und bekomme noch Geld dafür, z.B. in meinem Artikel Mit Computerschrott Geld Verdienen.

Ich hoffe der Artikel war soweit interessant und hat auch den einen oder anderen geholfen.

Bei Fragen und Anregungen auch für weitere Artikel, nutzt einfach die Kommentar Funktion.

Über Michael Bergler 683 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

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