Debian Linux Teil 8 was ist NFS (Network File Service) und wie wird er konfiguriert?

Linux

Mit Hilfe eines NFS Servers können für Benutzer auf freigegebene Daten eines externes Servers zugreifen. Wie man das unter Linux Debian bewerkstelligt, zeige ich in diesem Artikel.

Vorwort

Definition: NFS steht für Network File System; durch NFS kann ein Client auf eine entfernte Freigabe auf einem NFS Server zugreifen (lesen, schreiben) als ob sie auf der lokalen Festplatte wäre.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Network_File_System)

Installation

Die Serverinstallation unter Debian erfolgt über die Konsole. Nachdem diese geöffnet wurde, meldet man sich mit dem Befehl su und dem zugehörigen Passwort als Root an. Jetzt gibt man folgenden Befehl ein:

apt-get nfs-kernel-server nfs-common portmap

 

Die Clientinstallation erfolgt auf dem gleichen Wege, halt nicht auf dem Rechner der als Server genutzt werden soll sondern auf dem Rechner, wo der zukünftige Nutzer arbeitet.

apt-get nfs-common portmap

 

Konfiguration des Servers

Wie bei der Installation meldet man sich in der Konsole als root an und folgt dann den folgenden Schritten.

Als erstes wird ein Freigabeverzeichnis angelegt und ein Besitzerwechsel für dieses vorgenommen.

mkdir /mnt/[Verzeichnisname]chown nobody:nogroup /mnt/[Verzeichnisname]

 

Danach muss die Datei /etc/exports bearbeitet werden, z.B. im VI, aber nicht vergesse alles mit Rootrechten.

mnt/[Verzeichnisname] IP des Zielrechners(Optionen für das Verzeichnisverhalten bei dem Zielrechner)

 

Bei den Optionen für das Verzeichnis zeige ich hier kurz die Wichtigsten.

rw  Das Freigabeverzeichnis wird zum Lesen &; Schreiben Freigegeben.

ro Das Freigabeverzeichnis wird nur zum lesen Freigegeben.

no_root_squash Root-Benutzer des Clients hat Schreibrechte, ist auch voreingestellt.

Es gibt noch weitere Optionen, die festgelegt werden können, diese befinden sich alle in den zugehörigen MAN-Pages.

Damit die Freigaben funktionieren muss die Datei erst mal mit der Änderung gespeichert werden.

Damit die Freigabe nun wirksam wird muss in der Konsole noch folgender Befehl ausgeführt werden.

exportfs -a

 

Rechte-Einstellung müssen beachtet werden, damit der Benutzer auf dem Clientrechner auch schreiben kann. [Gruppen, Gruppenschreibrechte etc.]

Konfiguration des Clientrechners

Anmeldung in der Konsole als root und folgendes durchführen.

su
Passwort:
mkdir /mnt/[Verzeichnis wo die Serverfreigabe gemountet werden soll]
mount Server-IP:/mnt/[Verzeichnisname] /mnt/[Verzeichnis wo die Serverfreigabe gemountet werden soll]

 

Hier wurde als erstes das Verzeichnis angelegt in dem später das Verzeichnis vom Server gemountet werden soll. Danach wurde die Freigabe des Servers in das gerade angelegte Verzeichnis gemountet.

Hierbei ist allerdings darauf zu achten, das der gesamte Pfad eingegeben wird.

Um das freigegebene Verzeichnis nicht nach jedem Rechnerstart erneut manuell mounten zu müssen, kann man dies automatisieren, damit dieser Mountprozess gleich beim Starten des Clientrechners erfolgt.

Vi /etc/fstabServer-IP:/mnt/nfsTest   /mnt/[Verzeichnis wo die Serverfreigabe gemountet werden soll] nfs rw,user,auto 0 0

 

Hierbei sind die Angaben der Systemgruppen zu beachten, damit der Client Benutzer schreiben oder auch nur lesen kann.

Übung zum NFS

  • Entwickeln einer Berechtigungsmatrix für einen Verein oder kleines Unternehmen
  • Verschiedene Freigaben erstellen.
  • Administration von Server und Client

Buchempfehlungen zum Thema Debian

    
Ich hoffe diese Beschreibung hat euch gefallen, ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende.

Über Michael Bergler 687 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

Ersten Kommentar schreiben

Kommentar verfassen