Debian Linux Teil 12 weitere Konfigurationsdateien: Systemkonfigurationen unter Debian

Linux

Letztens habe ich euch die Netzwerkkonfigurationsdateien gezeigt. Heute werde ich euch einige Systemkonfigurationsdateien zeigen und näher auf die Konfigurationsdatei passwd eingehen.

Übersicht

  • Grub Boot Loader Konfigurationsdatei
  • weitere Konfigurationsdateien im Überblick
  • /etc/passwd
  • Schlusswort

Grub Boot Loader Konfigurationsdatei

Eine der wichtigsten Konfigurationsdateien, als Systemdatei unter Debian Linux ist die Datei des Startmanagers, in unserem Fall der Grub Boot Loader. Diese Datei könnt ihr mit dem VI-Editor öffnen und wenn ihr als Root angemeldet seit auch bearbeiten.

root@debian5:/# vi /boot/grub/menu.lst
# Öffnen der Grub-Bootloader-Konfiguration

Wenn bei der Installation der Grub2 installiert wurde, gibt es keine menu.list mehr, diese fehlt dann und wurde durch die grub.cfg ersetzt. Hier gibt es für Ubuntu ein sehr schönes Tutorial bzw. Wiki. Dies ist auch für Debian zutreffend, da Ubuntu auf Debian aufbaut.

Weitere Konfigurationsdateien im Überblick

/etc/hosts

Die Hosts-Datei (bei unixähnlichen Betriebssystemen „hosts“ geschrieben; englisch für „Wirte“ oder „Gastgeber“) ist eine lokale Textdatei, die heute in der Regel für die feste Zuordnung von Hostnamen zu IP-Adressen in lokalen Rechnernetzen (LAN) verwendet wird. Die System-Datei wurde ursprünglich an Stelle des Domain Name System verwendet. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

/etc/fstab

Unter unixartigen Betriebssystemen existiert meist eine Datei /etc/fstab bzw. /etc/vfstab, die eine Liste aller zu mountenden Dateisysteme enthält. Die verwendbaren Optionen unterscheiden sich oft je nach Plattform, Dateisystem und Alter des Betriebssystems. (Quelle: http://de.wikipedia.org)

/etc/profile

ie Datei /etc/profile ermöglicht es, Shell zu konfigurieren. Sie betrifft alle Benutzer. Man findet dort zuerst die Shell-Variablen wie OPENWINHOME, PATH, …

Der Typ des Datenendgerätes und die Variable TERM sind dementsprechend definiert.

Ein Teil ist dem Prompt des Shells gewidmet, und ein letzter Teil ermöglicht die Definierung der Befehlsfarben ls. Beim Starten von Linux, ist es angenehm den Ziffernblock eingeschaltet zu haben, was in Standardvorgabe nicht der Fall ist.

(Quelle: http://de.kioskea.net/contents/linux/linusr.php3)

/etc/group

Die Datei /etc/group enthält die Liste der Benutzer die den verschiedlichen Gruppen angehören. Wenn viele Benutzer Zugang zum System haben, werden sie häufig in Gruppen aufgeteilt, die jede ihre eigenen Zugriffsrechte auf Dateien und Verzeichnisse haben.

Sie besteht aus verschiedenen Feldern, getrennt durch „:“ :

Gruppenname : Sonderfeld : Gruppennummer : Mitglied1, Mitglied2

Das Sonderfeld ist häufig leer.

Die Gruppennummer ist die Nummer die die Verbindung herstellt zwischen den Dateien /etc/group et /etc/passwd

Hie ein Datei-Beispiel /etc/group :

root:x:0:root

bin:x:1:root,bin,daemon

daemon:x:2:

tty:x:5:

disk:x:6:

lp:x:7:

wwwadmin:x:8:

kmem:x:9:

wheel:x:10:

mail:x:12:cyrus

news:x:13:news

  • Verwendet man den Befehl ls mit der Option -l, wird die Gruppennummer angezeigt, mit der Nummer des Benutzers dem die Datei (oder das Verzeichnis) gehört. Diese einzelne Nummer entspricht einem einzelnen Gruppennamen (meist max. 8 Zeichen).
  • Der gleiche Benutzer kann in mehreren Gruppen erscheinen. Wenn er sich ins System einloggt, gehört er der Gruppe an, die in der Datei /etc/passwd (Feld GID) angegeben ist. Er kann mit folgendem Befehl die Gruppe wechseln newgrp. Die Zugriffsrechte auf Dateien sind so definiert.
  • Der Dateischutz soll verhindern dass die Datei durch nicht privilegierte Benutzer geändert wird.
  • Um eine Gruppe hinzuzufügen, kann der Administrator die Datei /etc/group mit Hilfe eines Texteditors ändern. Er kann ebenfalls den Befehl addgroup oder groupadd (nicht immer vorhanden) verwenden. Im ersten Fall muss er nur die Zeile(n) anfügen, die den Gruppen entsprechen. Z.B. die Zeile :
  • admin : : 56 : ccm
  • Um einen Benutzer in eine Gruppe einzufügen, reicht es die Datei /etc/group zu editieren und den Namen am Ende der Zeile einzufügen, wobei die Mitgliedernamen voneinander durch ein Komma getrennt werden.
  • Um eine Gruppe zu löschen, reicht es die Datei /etc/group zu editieren und die entsprechende Zeile zu löschen. Vorsicht allerdings, man darf nicht vergessen in der Datei /etc/passwd die Nummern (GID) der gelöschten Gruppe zu ändern, wenn Benutzer ihr angehörten. Es ist ebenfalls wichtig die Dateien und Verzeichnisse dieser Gruppe zu suchen, um sie zu ändern (andernfalls besteht das Risiko, dass Dateien und Verzeichnisse unzugänglich werden).

(Quelle: http://de.kioskea.net/contents/linux/linusr.php3)

/etc/passwd

Die Datei /etc/passwd enthält alle benutzerbezogenen Informationen (login, Passwörter, …). Nur der Superuser (root) darf diese ändern können. Die Rechte dieser Datei müssen demnach geändert werden, so dass sie für alle anderen Benutzer als Nur-lese-Datei erscheint.

Diese Datei hat ein Spezialformat mit dem jeder Benutzer erkannt werden kann, jede ihrer Zeilen hat das folgende Format:

Kontoname : Passwort : Benutzernummer : Gruppennummer : Kommentar : Verzeichnis : Startprogramm

Sieben Felder sind belegt und voneinader getrennt durch das Zeichen „:“ :

  • der Kontoname des Benutzers
  • das Passwort des Benutzers (codiert natürlich)
  • die ganze Zahl die den Benutzer für das Betriebssystem identifiziert (UID=User ID, Identifizierungsnummer Benutzer)
  • die ganze Zahl die die Gruppe des Benutzers identifiziert (GID=Group ID, Gruppennummer)
  • der Kommentar in dem man Informationen über den Benutzer, oder einfach seinen echten Namen finden kann
  • das Konnexionsverzeichnis in dem er sich befindet, nachdem er sich in das System eingeloggt hat
  • der Befehl ist der der nach dem einloggen ins System ausgeführt wird (es handelt sich häufig um einen Kommandointerpreter)

(Quelle: http://de.kioskea.net/contents/linux/linusr.php3)

Schlusswort

Ihr seht es gibt reichlich Konfigurationsmöglichkeiten unter Debian Linux. Bevor ihr euch allerdings an diese Dateien wagt, solltet ihr zu jeder einzelnen Informationen lesen und Anleitungen durcharbeiten. Denn ansonsten könnt ihr schnell mal das vorhandene System abschießen. Daher empfehle ich immer die in einer virtuellen Umgebung zu testen, eh man die Veränderungen am Live-System durchführt.

Über Michael Bergler 683 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

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