Debian Linux Teil 11 wichtige Konfigurationsdateien: Netzwerkkonfiguration unter Debian

Linux

Um in der Debian Linux Distribution richtig und effektiv arbeiten zu können, sollte man die wichtigsten Konfigurationsdateien kenn. Im heutigen Artikel geht es um die Netzwerkkonfiguration bzw. Netzwerkeinstellungen unter Debian.

Die Netzwerkkonfiguration:

Wie unter Windows, so kann man auch unter Linux den Netzwerkzugriff und die Einstellungen des Computers, der innerhalb eines Netzwerkes eingebunden wird, anpassen. Z.B. ob der Rechner einer feste IP Adresse haben soll, oder ob er nach jedem anmelden am Netzwerk eine IP vom DHCP Server zugewiesen bekommt.

Abfrage der Netzwerkeinstellungen

Um dies ändern zu können, sollte man erst einmal die aktuelle Einstellung des Rechners kennen. Dafür macht man als root eine Abfrage in der Konsole, die wie folgt aussieht.

root@debian5:/# ifconfig # Gibt die Netzkonfiguration aus
root@debian5:/# hostname # Gibt den Rechnernamen aus

Als Antwort könnte dann die Konsole für die Abfrage ifconfig folgendes anzeigen.

root@debian5:/# ifconfig
eth0      Link encap:Ethernet  Hardware Adresse 00:50:56:2b:df:88
          inet Adresse:192.168.2.107  Bcast:192.168.2.255
          Maske:255.255.255.0
          inet6-Adresse: fe80::250:56ff:fe2b:df88/64
          Gültigkeitsbereich:Verbindung
          UP BROADCAST RUNNING MULTICAST  MTU:1500  Metrik:1
          RX packets:633770 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:398197 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
          RX bytes:856736296 (817.0 MiB)
          TX bytes:37773413 (36.0 MiB)
          Interrupt:19 Basisadresse:0x2024

lo        Link encap:Lokale Schleife
          inet Adresse:127.0.0.1  Maske:255.0.0.0
          inet6-Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
          UP LOOPBACK RUNNING  MTU:16436  Metrik:1
          RX packets:12 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:12 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
          RX bytes:600 (600.0 B)  TX bytes:600 (600.0 B)

root@debian5:/#

Die Abfrage für hostname könnte danach so aussehen.

root@debian5:/# hostname
debian5
root@debian5:/#

Netzwerkkonfigurationsdateien

Die Konfigurationsdateien für das Netzwerk sind folgende.

root@debian5:/# /etc/resolv.conf # Beinhaltet den namserver.
root@debian5:/# /etc/network/interfaces # Beinhaltet die IP oder DHCP
root@debian5:/# /etc/hostname # Beinhaltetet den Rechnernamen.

So könnte der Inhalt der resolv.conf sein.

nameserver 192.168.2.1

In diesem Beispiel der resolfv.conf ist der Nameserver die IP Adresse des Gateways in dem Netz, wo sich der Rechner befindet.

In der Interface Datei wird ja die IP festgelegt, bzw. wird gesagt, ob die IP automatisch über den DHCP Server bezogen wird oder ob diese festgesetztist, hier eine Beispieldatei für die interfaces.

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface

# allow-hotplug eth0
auto eth0

# IP per DHCP
 iface eth0 inet dhcp

# IP statisch vergeben
#iface eth0 inet static
#       address 192.168.2.55
#       netmask 255.255.255.0
#       network 192.168.2.1
#       broadcast 192.168.2.255
#       gateway 192.168.2.1

Wie man in dieser Interfaces Datei sieht, ist hier eingestellt, dass die IP via DHCP vergeben wird, denn jede Zeile, welche in dieser Datei mit einer Route beginnt wird automatisch auskommentiert und vom System nicht gelesen. Um sich aber nicht jedes mal  Gedanken machen zu müssen, was muss ich denn nun eintragen, wenn ich das Ganze als statische IP haben möchte, habe ich die Vergabe der statischen IP einfach nur auskommentiert. Wenn ich nun für ein Netz die statische IP benötige, dann kommentiere ich einfach DHCP aus und aktiviere die Vergabe der statischen IP. Dies könnte in unserem Beispiel dann so aussehen.

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface

# allow-hotplug eth0
auto eth0

# IP per DHCP
# iface eth0 inet dhcp

# IP statisch vergeben
iface eth0 inet static
       address 192.168.2.55
       netmask 255.255.255.0
       network 192.168.2.1
       broadcast 192.168.2.255
       gateway 192.168.2.1

Die Hostname Datei in unserem Beispiel sieht wie folgt aus.

debian5

Hier steht lediglich der Hostname drin.

Netzwerk unter Debian neu starten

Wenn man nun eine der Netzwerk Dateien verändert, muss es neu gestartet werden, was mit folgendem Befehl durchgeführt wird.

root@debian5:/# /etc/init.d/networking restart # Netzwerkneustart
root@debian5:/# ifconfig # Prüfen der Netzwerkeinstellungen.

Sollte es mal vorkommen, dass die Netzwerkkarte nicht neu gestartet wurde, kann dies mit folgendem Befehl nachgeholt werden.

root@debian5:/# ifup eth0
# Falls die Netzwerkkarte nicht mit neu gestartet wurde

Natürlich muss man hier wissen, wie die Netzwerkkarte, welche genutzt werden soll, angesprochen wird. Denn hier könnte auch eth1 statt eth0 als Beispiel eingetragen werden.

Wenn man mal die Netzwerkkarte für bestimmte Zwecke ausschalten möchte, dann mit diesem Befehl.

root@debian5:/# ifdown eth0
# Schaltet die netzwerkkarte aus

Dies war meine kleine Exkursion zum Thema Netzwerkkonfiguration unter Debian Linux. Bitte bedekt, wenn ich das diese Anleitung probiert, das sämtliche Befehle als root durchgeführt werden.

Über Michael Bergler 683 Artikel
Mein Name ist Michael Bergler ich stamme aus Sachsen und habe seit 10 Jahren die Leidenschaft mich mit HTML, PHP, Bildbearbeitung und Perl zu beschäftigen. Seit 2011 lebe ich in Chemnitz und arbeite als Selbständiger in dem Bereich Informationstechnologie (IT), Büroservice und Telefonmarketing. In meinem Blog, online seit Dezember 2010, geht es um die Ausbildung zum IT-Systemkaufmann, Games und alles rund um den PC. Von daher lag es nah eine Umschulung 2006 – 2009 in dem Beruf IT-Systemkaufmann zu absolvieren, welche ich dann auch im Januar 2009 erfolgreich abgeschlossen habe. Ich bin in Leipzig geboren und in der Umgebung von Dresden aufgewachsen.

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